Zanderstart!

Ab 1. Juni war es endlich wieder soweit. Die Zandersaison hat begonnen und alle Fans dieses faszinierenden Raubfisches haben sich aufgemacht, um den nachaktiven Glaßaugen nachzustellen.

Philipp Feist von Zanderkant und ich haben uns für den Zanderstart 2015 die Elbe in Niedersachsen vorgenommen.

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Der Fluss hatte sich bis Ende Mai bereits so erwärmt, dass die Milchner aus der Brutpflegeheraus waren und somit schadfrei für die nachkommende Generation gefischt werden konnte.

In den Talsperren und vielen Baggerseen waren bis zur ersten Juniwoche noch einige Zander in der Brutpflege und sorgen dort für wundersame „Gute Fangtage“ trotz klaren Wassers und Sonnenschein. Aber auch hier ist aktuell, spätestens nach der kurzen Hitzewelle die den Schlupf der Larven anschob, wieder sportlich faires Angeln angesagt.

Die Elbe begrüßte uns mit herrlich trübem Wasser, sodass die lichtscheuen Fische auch am Tage auf die Köder reagierten. Besonders helle, aber dennoch recht natürliche Modelle sind aktuell erste Wahl an Deutschlands Zanderstrom Nummer eins.

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Gleich am ersten Platz den wir befischten startete ich mit einem Paukenschlag. Ein Kapitaler Zander bescherte mir gleich beim ersten Wurf einen Traumstart!

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Das war überraschend, denn eigentlich kenne ich die Elbe als ein Gewässer, die pro Angeltag durchschnittlich 1 bis 3 Kontakte zum Zander möglich macht. Mehr ist das in der Regel nicht. Genauso verlief dann auch die restliche Zeit. Es dauere, wohl auch aufgrund der ständig wechselnden Wetterlage, eine ganze Weile bis wir uns wieder Kontakte zum Zander herausarbeiten konnten.

Dafür waren diese Fische mit rund 70 Zentimetern aber in der gehobenen Klasse, was typisch für den naturbelassenen, nährstoffreichen Strom ist.  Wenig Bisse, dafür tolle, starke Fische.

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Aktuell herrscht ein außergewöhnliches Niedrigwasser, sodass nur wenige, sehr strömungsbeeinflusste Plätze noch Zanderbisse auf die Gummiköder beim Spinnfischen bringen.

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Überall da wo noch Kehrströmungen mit genügend Energie die Buhne oder Hafeneinfahrt in Bewegung halten, ist überhaupt noch mit Chancen auf den Fang zu rechnen. Zander sind Stromfische und lieben das bewegte Wasser. Also Augen offen halten für solche Stellen.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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