Zander Baggern

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Es gibt sie überall im Land und es lohnt sich dafür einen oder zwei Tage anzureisen. Aktive Baggerseen und Kieswerke. Überall da, wo ein dumpfes Grollen eines Schwimmbaggers Kies fördert erleben wir nicht selten eine ausgezeichnete Barsch und Zanderangelei. Das aufwirbeln der Sedimente sorgt in diesem speziellen Gewässertypen für so viel Nährstoffbildung, dass sich eine sehr hohe Biomasse bildet.

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Besonders Zander können sich unter diesen Bedingungen hervorragend vermehren und bilden mitunter starke Populationen. Vor allem da wo Sandbänke oder Inseln im See flache, sandige Strukturen zum Laichen bieten. Aber auch Barsche fühlen sich in dieser Art Gewässer wohl und sind reichlich vertreten.

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Außer der Hecht, dem fehlen meist Schilfgürtel und Flachwasserzonen mit Krautfelder, um sich angemessen vermehren zu können.

In einigen Gebieten des Landes beginnt die Schonzeit für Zander erst am 1.4. Der Hecht ist aktuell in fast allen Revieren geschont. Um aktuell gezielt auch Zander und Barsche zu fischen, bietet sich ein aktives Kieswerk also mehr als an.

Die Fische stehen im März noch tief und sind vor den oft Steil abfallenden Ufern mit etwas Ausdauer und Geduld zu überlisten. Je nach Wassertrübung kommen die Bisse am Tage, wenn die Fische passiver sind, auf 10 bis 13 Metern. In der Dämmerung können es auch schon mal 6 bis 8 Meter sein, die wir an Sandbänken oder kleinen Landzungen vorfinden, die nach dem der Bagger weiterzog, stehen geblieben sind. Daher ist Gewässerkenntnis die Grundvoraussetzung, um die gesamte Angelzeit über, die potentiell aussichtsreichsten Plätze abzuangeln.

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Am effektivsten sind hierbei schlanke Gummifische von 9 bis 12 cm Länge an Bleiköpfen von 10 bis 14 gr Gewicht. Sie werden mit offenem Schnurfangbügel der Rolle bis zum Grund abgelassen und dann gefühlvoll mit kleinen, langsamen Sprüngen, die mit einer bis höchstens zwei Kurbelumdrehungen vollzogen werden, dicht am Boden geführt. Helle Modelle wie der „Junior-Kauli Pinki“ von Zanderkant, lassen sich durch ihre Kompaktheit weit werfen und passen zum hellen, sandigen Untergrund vieler Baggerseen.

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9 Zentimeter kurze Köder sind auch perfekt, um auf Barsch und Zander gleichzeitig zu angeln. Ein Haken der der Größe 3/0 genügt, um die Absinkbisse, die durch Einsaugen erfolgen souverän zu verwerten. Viel Erfolg beim Zanderbaggern.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. Danke für den Tip. Bei mir gibt es zwar keinen baggersee, aber eine etwas längere Anfahrt wird sich auf jeden Fall lohnen. Vor allem wenn man diese tollen fänge sieht.

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