Winterzeit, dunkle Zeit.

Nun ist der da, der Winter. Das besonders warme und trockene Jahr verging wie im Flug und nun müssen auch wir Angler uns mit der dunklen Jahreszeit arrangieren. Besonders in den großen Flüssen bietet die dunkle Zeit allerdings große anglerische Chancen, wenn es um den Zanderfang geht!

Zander sind aufgrund ihrer lichtempfindlichen Augen ausgesprochen nachtaktiv. Je klarer und sichtiger das Wasser, desto ausgeprägter ist dieses spezielle Verhalten. Im Winter geht die Planktonbildung in den Gewässern zurück. Dies hat zur Folge, dass mehr Licht zum Grund dringt. Dort wo man im Frühsommer, im trüben Wasser noch am Tage mit Bissen rechnen konnte, hat man unter den aktuellen Bedingungen nach paar mühsamen Tagen das Gefühl, dass nichts mehr geht.
Jetzt ist umdenken gefragt und man muss erst dann zum Spot gehen, wenn die anderen frustriert das angeln eingestellt haben. Denn die Zander beginnen nun ihre Bahnen zu ziehen.

Zur Dämmerung bis in die Dunkelheit hinein lässt sich dann mit Bissen rechnen. Ideal dafür sind im Winter klassische Gummifische am Bleikopf, die in kleinen Sprüngen eine handbreit übern Grund präsentiert werden. Man muss sich schon wundern, dass es dann plötzlich mit den Zandern läuft!

Die Frage der Köderfarbe lässt im Dunklen viele zweifeln. Gute Erfahrungen haben wir mit dunklen Dekoren gemacht. Besonders dann, wenn künstliche Lichtquellen oder der Mond einen gewissen Lichteinfall auf den gewählten Angelplatz bringen. Dann können wir den dunklen Nachtschatten-Kontrast prima nutzen, was die Fische scheinbar gut wahrnehmen können.

Aber man sollte sich nicht zu sehr an der Köderfarbe aufhängen. Denn auch helle Dekore waren im Dunklen schon erfolgreich. Wichtiger sind Vertrauen und Ausdauer, einen bestimmten Platz konzentriert zu befischen. Dann klappt´s auch in der dunklen Winterzeit mit dem Zander.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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