Winterflucht und wilde Räuber

In Deutschland lädt die aktuelle Winterlage nicht gerade zum Angeln ein. In weiten Teilen herrscht Frost, so dass die meisten Gewässer zugefroren sind, was es kaum möglich macht, die Angel auszuwerfen. Vom Gerät, welches nach wenigen Würfen vereist, ganz zu schweigen.

Wer kann, sollte vor dem Winter davon fliegen und sich in wärmere Gefilde verdrücken. Genau dies hat bei mir dieses Jahr geklappt, da ich ein paar Termine habe ausfallen lassen können.

Kuba war das Ziel! Ein Land, welches nicht nur für seine Zigarren bekannt, sondern unter Kennern auch ein ausgezeichnetes Angelziel ist. David Wenzel vom WFT-Team hat mich zum Angeln auf die größte Insel der Karibik geladen. Aber nicht ans Meer, wo auf Barracuda und Co gefischt wird, sondern ins Inland an einen Süßwassersee.

Dort soll es gute Möglichkeiten geben, Schwarzbarsche zu angeln. Diese launischen aber zugleich auch explosiven Räuber hatten auf mich schon immer einen gewissen Reiz ausgeübt. Hier kam nun meine Chance, mich mit ihnen zu messen. Veit Kazemirsch vom Shimano-Team flog mit mir zusammen auf die riesige Insel. Er ist bereits Wiederholungstäter und begeistert von dieser Angelei.

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Gleich zu Beginn erwischten wir eine halbwegs gute Beißphase und ich konnte meine ersten Schwarzbarsche landen. Darunter diesen starken Fisch, der kurz vorm Kraut in einer der zahlreichen Buchten des Stausees Hanabanilla meinen Propellerwobbler nahm und im warmen Wasser einen spannenden Drill lieferte. Neue Fischarten begeistern mich immer. Besonders, wenn sie Stacheln auf dem Rücken haben.

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Im imposanten See leben auch noch andere Barscharten wie Sonnenbarsche, wovon ich einige mit Minniwobblern fangen konnte.

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Hier lässt sich viel experimentieren, sodass ich auch etwas mit Köder experimentierte, die in Europa sehr zuverlässig auf Zander und Barsch funktionieren. Offesthaken, Patronenblei und ab ins Kraut und die leicht zupfend die Kanten herunter geführt. Dies brachte mir auch einige schöne Schwarzbarsche ans Band, was mich sehr stolz machte.

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Kuba, das Land, seine Leute und seine Angelmöglichkeiten lohnt sich also, um Winterflucht zu begehen. Pünktlich zur Messe FISCH & ANGEL bin ich aber zurück, um meine täglichen Vorträge für die Besucher zu halten. :)

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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