Winter-Räuber

Bald ist es soweit und die FISCH & ANGEL öffnet ihre Tore für alle Angelsportbegeisterten. Auch ich werde von Freitag bis Sonntag jeweils 17 Uhr auf der Messe sein und Vorträge über das Zanderangeln an Hausgewässern halten. Ab und an wird man mich auf dem Stand von FISCH & FANG und DER RAUBFISCH finden, die diesem Mal wieder mit dabei sind.

Bis zur Messe haben wir aber noch etwas Zeit zum Angeln und vielleicht fragen sich einige, was unsere Lieblingsraubfische aktuell so treiben und wie man sie vielleicht ans Band bekommt.

Barsch
Während die Stachelritter im Herbst teilweile noch recht viel in Bewegung waren und auch in höheren Wasserschichten umher schwirrten, kleben sie bei den kalten Temperaturen meist dicht am Grund und bewegen sich wenig. Da Barsche als Sichträuber wenig Nachtaktivität zeigen (zumindest wenn keine Laternen im Spiel sind), reagieren sie in den Wintermonaten zur Mittagszeit am besten. Im Sommer und Herbst war das noch anders und die Dämmerungen waren die beste Zeit zum „Kirschen pflücken“. Zur dunklen Jahreszeit ist die Aktivität der Gestreiften aber Mittags am höchsten. Vielleicht weil das Licht, ihre kalten Körper an seinem höchsten Stand wach kitzelt. Langsame Köderführung mit Sprüngen bis zu einem Meter über dem Grund sind dann sehr effektiv und können schöne Barsche bringen.

Hecht
Bei den Hechten ist es wieder ganz anders. Flach statt tief heißt die Devise. Selbst wenn ein See tiefe Kanten aufweist, findet man Meister Esox ganz zuverlässig in abgestorbenen Seerosenfeldern, wo die Tiefe nicht mal 2m beträgt. Alles was zur Deckung noch taugt, wird als Einstand genutzt. Da genügt manchmal sogar nur eine Seerosenwurzel, an die ein Hecht gern in Lauerstellung geht.
Mit Ködern, die sehr flach angeboten werden können, ist man in dieser Angelsituation gut gewappnet. Wenn sie dazu noch sehr leicht beschwert sind, lassen sie sich sehr langsam über die Pflanzenreste führen. Oft ist genau diese Kombination ausschlaggebend für eine satte Hechtattacke.

Zander
Unsere wärmeliebenden Glaßaugen stehen aktuell am Tag sehr passiv an tiefen Stellen. Hier ist der Lichteinfall entscheidend darüber wie tief sie stehen. In trüben Gewässern, findet man sie auch auf mittleren Tiefen. Langsame Köderpräsentation ist hier entscheidend.

Schwindet zur Dämmerung die Einstrahlung kommen sie in Bewegung und ziehen etwas flacher. Im Fluss, der gleichbleibende Temperaturen hat, sogar sehr flach. Auch wenn am Tage in den Strömen kaum was ging, besonders wenn sie klar sind, ist man hier nun in der Nacht mit einem flachlaufenden Wobbler noch immer hart am Zander. Bei Hochwasser, können aber auch trüb schwallende Prallufer von Hafeneinfahrten, am Tage schöne Fische bringen.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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