Start in den Herbst

Jetzt ist er da, der Oktober. Doch die ersten Tage verliefen wohl eher sommerlich als herbstlich kühl und grau. An den ersten Oktobertagen war sogar T-Shirt Wetter und sommerliches feeling angesagt, als es zum Spinnfischen in die schönen Elbtalauen ging.

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Die Natur ist aber dennoch schon auf Herbst umgestellt. Der Fluss hat sich zunehmend aufgeklart und auch die Kleinfische haben sich etwas von den Rändern zurückgezogen.
Jedes Jahr zum Herbstbeginn beobachten wir, dass besonders die Hechte sehr zu beißen, was am nun sichtigeren Wasser liegt. Die Augenräuber sind dann deutlich besser mit der Spinnrute zu erwischen, was sehr in der Fangstatistik bemerkbar macht.

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Elbhechte haben eine wunderschöne Zeichnung und Färbung. Sehr auffällig die gelben Flecken, die oft bis über die Kiemendeckel gehen. Bei sehr grellem Sonnenschein reagieren aber selbst diese spritzigen Räuber manchmal seltsam und vorsichtig und überschieben den Gummifisch einfach nur, anstatt ihn voll zu nehmen.

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Da Elbhechte oft beim ersten Wurf am neuen Platz beißen, empfiehlt es sich den Strom mit dem Boot abzudriften und jeweils die Buhnenköpfe von beiden Seiten abzuwerfen. Das bringt aktuell nicht selten mehrere Hechte in kurzer Angelzeit, da man sehr viele Plätze durch die flotte Drift anwerfen kann.

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Die Zander reagieren bei den nun sichtigerem Wasser und Sonnenschein deutlich zurückhaltender. Die Elbe ist ein flacher Fluss und die lichtscheuen Glaßaugen, dementsprechend viel Lichteinfall am Grund ausgesetzt. Besonders wenn die Sonne scheint.
Dann einen zu erwischen ist reine Glückssache und nur mit gedeckten Köderfarben machbar. Daher war meine Freude über den großen Elbzander, der vor einem Gleithang einer tiefen Buhne biss, umso Größer.

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Gezielt zu fangen sind sie aktuell ab Sonnenuntergang und in der Nacht. Denn dann werden sie erst so richtig aktiv und reagieren auch besser auf die angebotenen Köder. Der Herbst am Fluss hat noch viel zu bieten. Jedem der rauskommt – viel Erfolg und eine schöne Zeit.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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