Späte Hechte

Die Hechte sind dieses Jahr besonders spät dran. Aber nicht nur sie, sondern die gesamte Natur hinkt arg hinterher. Ende März haben die pfeilschnellen Räuber noch nicht einmal gelaicht. Ab 1.4. sind sie in Brandenburg z.B. schon wieder zum Angeln freigegeben.

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Die Wassertemperaturen nähern sich erst jetzt so langsam der 7 Grad Marke. In höher gelegenen Gewässern, Flüssen oder Waldregionen, liegt sie noch bei um sie 5 Grad. 8 Grad benötigen die Hechte aber, um mit der Balz im ganz flachen Wasser und an Wasserpflanzen zu beginnen.

In Mecklenburg gibt es viele Gewässer, an denen die Fischer keine Schonzeiten für Hechte festsetzen, da er überaus Zahlreich natürlich aufkommt. Besonders klare, flache und reich mit Wasserpflanzen umwachsen und bewachsene Reviere zeigen diese Entwicklungen. So konnten mein Kollege Max Scheffler und ich Ende März einen solchen See auf die Hechte befischen und feststellen. Die Bäuche sind noch dick!

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Auffällig war auch, dass sie nicht an den flachen Rändern an den Halmen der Flora zu finden waren, sondern in der Mitte des Sees dicht am Grund lauerten. So waren auch größere Gummifische am Bleikopf sehr erfolgreich, wenn man sie dicht über Grund einkurbelte.

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Die Bisse der im kalten Wasser noch sehr trägen Fische, waren recht verhalten, sodass jeder Fisch nur sehr vorsichtig zuschnappte und daher auch nur knapp am Haken fing.

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Ich versuchte es zeitweilig mit einem Wobbler (Sick Shaker von Cormoran), den ich dank seines rollenden Laufs sehr langsam durchs Wasser kurbeln konnte. Seine Tauchschaufel brachte ihn dicht über Grund zu den Hechten.

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Es war nicht leicht den richtigen Geschmack der noch trägen Hechte zu treffen. Ausdauernd lief der Köder immer wieder über die zuvor lokalisierten, heißen Bereiche des Sees. Schlussendlich wurde dies mit dem größten Hecht des Tages belohnt den wir im Boot hatten.

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Ein echt toller Fisch, der uns viel Freude ins Boot brachte.

Am Ende des Tages konnten wir auf mehrere Hechte zurückblicken und hoffen, dass es nun endlich wärmer wird und die Burschen bald ablaichen.

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Wir warten schon freudig auf den Mai, die beste Zeit des Jahres für Jerkbaits dicht am frischen Kraut ;)

 

 

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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