Rauer Herbst – gierige Räuber

Nun ist er im vollen Gange – der Herbst. Für die meisten Raubfischangler ist dies die beste Zeit im Jahr. Für mich stimmt das nun bedingt und hängt stark vom befischten Revier ab. Während an den Flüssen wie Oder und Elbe der Zander z.B. nur noch im Dunklen effektiv zu beangeln ist, da die Trübheit des Wasser mit sinkenden Temperaturen zurück geht (steigende Pegel ausgenommen), bieten die Küstengewässer wie der Strelasund zum Beispiel nun hervorragende Bedingungen, denn die Fische rotten sich zusammen.


Kürzlich statteten mein Kollege Philipp Feist und ich diesem genialen Revier einen Besuch ab und quartierten uns dazu beim Sundangler an der Marina Neuhof ein. Dieser drehte natürlich gleich eine Runde mit unserem Schwedischen Boot von der Firma Scandica.se und war genauso begeistert wie wir.

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Dann ging bei einer steifen Brise der Stärke 4 ran an die Räuber. Zuerst stand Flachwasserangeln auf Hechte an, die sich bei ca. 1 bis 2m flachem Wasser im Kraut verbergen. Das Revier um Rügen ist Europaweit berühmt für seine dicken Hechte und auch wir sollten nicht enttäuscht werden.
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Ende September – Anfang Oktober zieht auch der im Sommer noch recht verteilte Zander in den mittleren Strelasund und rottet sich etwas zusammen. Dieses Jahr wohl etwas später als die Jahre zuvor, da im September ja noch Sommer war. Auf Plätzen von 6 bis 9 Metern hatten wir Erfolg und bekamen schnell Abnehmer für unser Gummiköder des Vertrauens.

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Der Haupträuber, der aktuell im Sund in zum Teil riesigen Schwärmen unterwegs ist, ist der Barsch. Dieser bildet nun größerer Gruppen, die fast an jeder abfallenden Kante vom Flachen ins Tiefwasser, zu finden sind. Eine wahnsinnige Angelei, wenn man auf sie trifft.

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Der beste und auch haltbarste Köder, um die Trupps regelrecht aufzuräumen ist ein Jigspinner. Wir stiegen recht schnell auf einen sogenannten „Spinmad“ in 18gr Gewicht um und erlebten ein Barschangeln der Extraklasse. Jeder Wurf ein oder mehrere Treffer. Verlor man einen Stachelritter im Drill, knalle gleich ein Nachfolgender aus dem Trupp auf den aufreizend vibrierenden Glitzerköder. Eine echte Waffe an diesem Revier.

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Die Größen konnten sich ebenfalls sehen lassen. Allein um das mal zu erleben, sollte man zum Herbstbeginn mal am Strelasund geangelt haben.

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Auch wenn der Angeldruck dort enorm ist und viele Angler sich da gut auskennen, kommen in dieser Phase so viele neue Fische aus den umliegenden Bodden ins das Gebiet, dass es kaum ein Halten mehr gibt. Viel Erfolg bei Ihrer Tour.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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