Ran an die Küste!

Die Ostsee ist das perfekte Revier, für alle die gern dem Kunstköderverbot der Raubfischschonzeit im April entfliehen und dabei ein reines Gewissen behalten wollen. Zudem ist sie noch wunderschön und das Angeln an, in oder auf dem salzigen Wasser eine absolute Wohltat für Körper und Geist.

Was aktuell rund um Kühlungsborn los ist, erlebt man auch nicht alle Jahre.
Der Dorsch steht geballt vor der Küste und labt sich an den zahlreichen Seeringelwürmern und Tobiasfischen. Bereits in der ersten und besonders zweiten Rinne stehen sie knüppeldick und sind sogar vom Land aus zu fangen. Und das auch am Tage. Zur Dämmerung ist dann alles zu spät und sie gehen auf alles was man durchkurbelt. Allerdings eher die kleinen Exemplare. Weiter draußen, aber noch immer nah an der Küste bei rund 10m Tiefe, stehen dann auch die besseren und für die Ostsee in dieser Gegend guten Exemplare, die sich gern auf hart am Grund gejiggte Gummifische stürzen, die wir vom treibenden Boot bei ruhiger See fischten.

Bemerkenswert war die Frequenz an guten Fischen, was allerdings nicht an der gesamten Ostseeküste der Fall und hier wohl aktuell ein lokales Phänomen ist.

Wer auf rund 6m Tiefe über die ausgedehnten Sandflächen driftet und einen Buttlöffel mit Wattwurm am kleinen Einzelhaken über den Boden rutschen lässt, ist schnell platt.
Gute Flundern und auch die ein oder andere Scholle sind der Lohn, dieses kurzweiligen Angelns. Vorausgesetzt man hat genügend Würmer dabei.

Unser eigentliches Ziel der Tour war das fischen auf flotte Meerforellen. Vom Boot aus war dies Neuland für mich und wie auch von Land aus, ist harte Arbeit angesagt, um eine der begehrten Silberbarren zu erwischen.

Gleich der 4. Wurf am Morgen brachte mir einen grandiosen Fisch von ende 60cm an den Küstenblinker, der leider beim zweiten Sprung ausstieg. Ich musste bis zum Abend weiter driften und werfen, um eine neue Chance auf einen solch tollen Fisch zu bekommen. Diesmal ging zum Glück alles gut und das Küstensilber landete in den Maschen.

Wenn in zwei Wochen der Hronhecht an der Küste aufschlägt und sich mit den Dorschen, Plattfischen und Mefos vermischt, ist alles zu Spät und dann sollte auch letzten sich ins Auto packen und einen Trip ans Meer wagen. Es lohnt sich!

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (2)

  1. Samuel Zakel 1. Mai 2018 @ 18:59

    Toller Guid , kenne ich leider nur aus seinen Berichten und Videos. Vermittelt das Wesentliche super so das man auch als Laie es gut versteht. Dennoch hätte ich an Herrn Hänel folgende Frage : Beim C-Rig Angeln mit Köderfisch sollte man die Schwimmblase ganz lassen oder entfernen ( zerstechen)? würde mich über eine Antwort freuen. MfG. S.Zakel

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