Oben auf im Sommer

Im Sommer ist das Leben in unseren Gewässern auf dem Hochpunkt. Besonders wenn die Sonne hoch am Himmel steht und gnadenlos aufs Wasser strahlt, spielt sich viel von diesem Leben direkt unter der Oberfläche ab.

Selbst an kleinen Teichen lassen sich dann sehr fischreiche Stunden erleben, wenn man auf Friedfisch angelt. Ich liebe ja das spannende Angeln auf Sicht. Als leidenschaftlicher Spinnangler bietet mir der Sommer mit dem sogenannten „Stalking“, die Möglichkeit aktiv und ohne Ansitz auf die friedlichen Gesellen unserer Gewässer zu pirschen. Meine bevorzugte Strategie dafür bietet mir das Schwimmbrot an der Oberfläche.

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Das beobachten des auf dem Wasser treibenden Stück Brots finde ich äußerst spannend. Das Adrenalin schießt spätestens durch den Körper, wenn sich der erste Schatten nähert und ein schmatzendes Geräusch die Oberfläche durchbricht.

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Ein beherzter Anhieb und schon kann an leichten Gerät der Tanz in selbst kleinsten Buchten des Teiches beginnen.

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Dabei erlebt man nicht selten eine freudige Überraschung, denn es sind nicht immer Karpfen die sich die Brotflocke wegsaugen, sondern auch feiste Rotfedern in prächtigen Farben, die ebenfalls gern oben fressen.

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Wenn man etwas mit Brot anfüttert, können die flinken Weißfische schnell in eine Art Fressrausch verfallen. Dieser lockt dann die etwas gemütlicheren Karpfen an, deren Köpfe langsam und mit dunklem Schatten bedrohlich hinter dem ausgelegten Köder auftauchen. Ein Schmatzer, ein Anhieb und der Tanz beginnt. So ein Drill kann sehr hart sein, denn oft versuchen die Bartelträger mit Entschlossenheit ins nächste Krautfeld zu gelangen. Das muss mit aller Kraft, die das Gerät im Stande ist aufzubringen, verhindert werden.

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Gelingt das und der Karpfen ist nicht all zu groß, dann kann man sich als glücklicher Gewinner über seinen schönen Fang freuen.

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Der Sommer ist ideal für die Pirsch am Teich. Versuchen Sie es mal. Spannung und Überraschungen garantiert.

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Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (3)

  1. Sehr schöner Beitrag und guter Erfolg :)
    Liebe Grüße aus dem Hotel im Salzburger Land

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  2. Moin Sebastian,
    die Bilder zu deinem Artikel sind genial!
    Wie groß war das Gewässer? Scheint nach dem perfekten Lebensraum für Karpfen & Co. zu sein.

    Schöen Fänge sind es allemal ;)

    Antworten

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