Messeangeln

Was machen eingefleischte Angler nach einem Tag auf der FISCH & ANGEL Messe? Fischen gehen natürlich!

Die Messe ist ein interaktiver Treffpunkt und Sammelort für alle begeisterten und aktiver Petrijünger im Raum NRW. Sogar aus Niedersachsen habe ich einige Angereiste in den vollen Hallen getroffen.

Der sehr erfolgreiche Barschspezi Matthias Melchior aus Duisburg hat meinen Kollegen Marcel Wiebeck und mich zum Fischen in seinem Revier, dem Duisburger Hafen, eingeladen. Schon am Freitag, an dem ich den Branchenabend besuchte, waren die beiden unterwegs und machten atemberaubende Barschfänge. Da ich am Samstag nach Messeschluss nicht verplant war, sondern frei hatte und nicht im Hotel am Laptop arbeiten wollte, schloss ich mich an.

Der Hafen in Duisburg ist ein gigantisches Wassernetz. Nur wer dieses regelmäßig befischt, bekommt mit den Jahren raus, wann der Fisch wo auftaucht und welche Zugrouten er wählt. Da diese sich zu jeder Jahreszeit ändern, muss man schon genau wissen, wann und wo man sein Angelglück sucht.

Matthias kennt sich bestens aus, da er sehr viel Zeit in seinem Revier beim Angeln verbracht hat. Unter seiner Führung waren wir sehr erfolgreich, wir konnten voll aus seinem Wissen schöpfen. Beispielsweise, dass selbst die Tagaktiven und auf Sicht jagenden Barsche im Hafengebiet nur in der Nacht auf die Köder reagieren.

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Spannend, aber nach meinen Beobachtungen von diesem genialen Angelabend auch einfach zu erklären: Der Hafen ist fast rundum mit Laternen beleuchtet.

Das Wasser ist zudem recht klar und die bei einer Tiefe von durchschnittlich 4 Metern (auf unseren befischten Stellen) auch recht lichtdurchlässig, sodass das Licht auch bis auf den Grund des Angelplatzes fiel.

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Prompt haben sich die Hafenjäger auf die Jagd und das Fressen im Dunkeln spezialisiert. Dabei ziehen sie, laut den Aussagen von Matthias, ins flache Wasser. Tagsüber stehen sie passiv in den Übergängen zu tieferen Hafenbereichen.

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Verblüfft hat mich die Tatsache, dass die scheuen Großbarsche selbst im Winter, also im kalten Wasser, äußerst zugaktiv sind und abends auf flachere Bereiche ziehen. So brauchten wir die Gesellen nur abpassen, indem wir auf einer Stelle stehen blieben und ausdauernd unsere Gummiköder am 12gr. Bleikopf warfen.

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Der Erfolg war sensationell und ich konnte zwei Großbarsche von 46 und 46,5 cm landen. Marcel sogar einen 49er!  Als ich es gegen 23 Uhr nochmal auf die mysteriösen Zander versuchte, glückte mir das auch auf Anhieb, nachdem Matthias mir einen Tipp zum Fischen auf einer Steinpackung gab, auf die die Zander Nachts manchmal ziehen.

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Man sieht also: Es geht was im Revier, wenn man sich die Mühe macht und sich reinangelt. Oder Hilfe von einem hat, der dies bereits getan hat.

Dickes Petri an alle Hafenjäger! Euer Sebastian Hänel

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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