Märzsuche

Durch die verschiedenen Schonzeitenregelungen der 16 Teilestücke Deutschlands ist das Angeln auf Raubfische in vielen Teilen des Landes im März noch ganz normale Angelpraxis. In Brandenburg und Mecklenburg ist das Angeln auf Zander und Barsche aktuell noch praktikabel. Da in anderen Gebieten, besonders im Süden diese Fische schon geschont sind, sind viele der betreffenden Angler der Meinung das die Fische schon kurz vor dem Leichen stünden. Dies ist aber erst ab Wassertemperaturen von mindestens 12grad Celsius der Fall. Misst man die Temperaturen, so stellt man schnell fest, dass dies vor Mitte und je nach Höhenlage erst ab Ende April der Fall ist. So sind Brandenburg und Mecklenburg recht fortschrittlich, den Zander z.B. erst ab 1. April zu schonen. Der Hecht ist ab diesem Datum wieder offen. Anfang Februar hatten wir noch eine gute Phase nach einer Frostperiode abgepasst, in der sich Meister Esox noch recht beißfreudig zeigte.

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Die Suche nach Barschen und Zander gestaltete sich nicht ganz so leicht. Während an den großen Flüssen die Räuber dank hoher Pegelstände gut an allen Einmündungen zu Häfen, Kanälen und Altwassern gut zu stellen waren, konnte ein Versuch am Baggersee oder Stauseen schon einiges an Geduld abverlangen.

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Da es zeitweise recht mild war, waren die Zielfische weder tief noch flach zu finden. Im ganz tiefen erfolgten keine Bisse mehr, also musste gesucht werden. Schließlich war es Carsten der einen kleinen Zander bei einem kurzen Rundgang um den See an einem mitteltiefen Angelplatz erwischte.
Bei Zandern ist die Freude über jedes überlistete Exemplar groß. Denn Zander ist Zander und für viele Petrijünger immer ein besonderer Grund zur Freude. Denn auch der kleine verzeiht keine Fehler in der Köderführung. Mein Sprichtwort sagt auch: Wer den Kleinen nicht ehrt, ist den Großen nicht Wert.

 

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Bei den Barschen wissen wir aktuell nicht so recht weiter. Wenn einer beißt dann meist ein Großer. Diese sind meist Rogner und aktuell kugelrund, da sie im April/Mail (je nach Temperaturentwicklung des Wassers) mit dem Laichen beginnen und der Rogen schon schwer im Bauch liegt.

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Bissfrequenz ist aktuell schwierig und hängt auch sehr vom jeweiligen Gewässer und dessen Bestandesdichten ab.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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