Lass knuspern, Grundel!

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Garnelen im Tempura-Mantel. Na, läuft das Wasser im Mund zusammen? Verständlich. Aber wie wäre es denn mal mit einem Fisch, der so ähnlich schmeckt und mittlerweile hier heimisch ist? Die Rede ist von Grundeln. Ja, ausgerechnet die ungeliebte Grundel, das arme Ding, ist der richtige Kandidat für die Zubereitung eines japanisch angehauchten Gerichts. Das feste Fleisch der Grundel hat ein leckeres Aroma und ist ideal für die herrlich knusprigen Häppchen geeignet.

Wie das geht, zeigt mehrmals täglich „Der Angler“ Jörg Strehlow am Stand des Landes-Fischereiverbandes Westfalen und Lippe e.V.. Jeweils um 11, 13 und 15 Uhr gibts das Showkochen unter dem Titel Catch & Cook. Auch die Westdeutsche Zeitung ist von Jörg und seiner lockeren Art ganz angetan.

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Wer jetzt angesichts des obigen Bildes Mitleid mit der Grundel hat, dem sei ans Herz gelegt, dass man mit der Verwertung der wenig populären Fischart sogar etwas für den Artenschutz tut. Wie das? Nun, Grundeln zählen zu den Aliens in NRW. Biologisch betrachtet sind sie so genannte Neozoa, eingeschleppte Wasserbewohner, die durch die Binnenschifffahrt in Rhein und Ruhr gelangen. Mittlerweile bestimmen alle Neozoa, also nicht nur die Grundel, bis zu 90 Prozent des Fischaufkommens im Rhein – heimische Fischarten werden so verdrängt. Also, geht doch mal gezielt auf Grundel-Jagd. Sollte nicht schwer fallen, denn sie sind gefräßig und schnappen nach allen Natur- und Kunstködern. Jörg Strehlow gibt Euch am Stand in Halle 3A auch dazu Tipps.

Außer der Grundel müssen auch andere Fischarten „dran glauben“: Unter dem Titel „Klasse-Brasse!“ wird gezeigt, wie man den Hauptfisch unserer Gewässer, also die Brasse, aus dem heißen Rauch genießen kann. Und bei „Prost, Karpfen“, kommt wohl jeder selbst drauf: Hier wird der Karpfen in eine knusprige Hülle aus Bierteig gelegt, die dafür sorgt, dass das Filet im eigenen Saft zur Delikatesse reift. Hmmm…Lecker!

Über den Autor

Daniel Große

Daniel Große ist Blogger für die FISCH & ANGEL. Im Auftrag der Messe Westfalenhallen Dortmund bloggt er zu Themen rund um die Messe, stellt Aussteller und das Rahmenprogramm vor und ist sozusagen der Hausmeister hier. Seine ersten Angel-Versuche unternahm Daniel im Kindesalter. Aus dem Schwarzen See in Flecken Zechlin (Mecklenburg-Vorpommern) holte er mit seiner Hand-Angel tatsächlich einige kleinere Fische heraus. Heute überlässt er das Angeln lieber Profis und lässt sich auf Rügen oder Kreta die jeweils heimischen Fische schmecken.

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