Küstensilber

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Jetzt ist es wieder soweit. Die Saison der Meerforellen an der deutschen Ostsee kommt so langsam auf Touren. Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen langsam an. Somit kommt auch an den Küsten wieder Leben an den Strand.

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Eine Meerforelle zu fangen ist und bleibt für viele Petrijünger ein ganz spezieller Reiz. Auch für mich ist diese Art des Spinnfischens etwas ganz besonderes und übt seinen ganz eigenen Reiz aus. Bis zur Hüfte in die Kraft der Brandung zu waten, um dort meinen Blinker wieder und wieder gen Horizont in Richtung Farbenspiel des Sonnenuntergangs zu pfeffern, ist für mich als Spinnfischer eine ganz eigene Erfahrung. Nach solch einem Angeltag bin ich gesetzter und geerdeter den je. Auch wenn es mit den machmal schwierigen Fischen nicht geklappt haben sollte.

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In den Monaten März und April kommt die Saison der Silberbarren, wie die Meerforellen von den Spezis gern genannt werden, so richtig in Fahrt.
Aber nicht jeder Strand bietet optimale Voraussetzungen. Die getupften Silberbarren kommen vor allem nur dort in Wurfweite, wo sich ein typischer Mischgrund aus hellen Sand und dunklen Steinen abzeichnet.

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Dort gibt es vor allen Dingen Deckung vor Kormoranen und genügend Nahrung  zwischen den algenbewachsenen Steinen. Forellen sind Opportunisten und fressen von Garnelen, über Seeringelwürmer und Tobiasfische alles, was sie bekommen können. Aktuell tummeln sich besonders viele Tobiasfische über den Mischgründen, die von den schnellen Meefos gern eingesammelt werden. Mit Blinkern, die diese Art der Beute gut imitieren, kann man gar nichts falsch machen.

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Entscheidend ist das passende Gewicht. Je nach Tiefe und Seitenströmung sollte die Grammzahl so gewählt werden, das der Blinker bei mittelschneller Zuggeschwindigkeit im Mittelwasser glitzert. Zu leicht und er wird nach oben gedrückt. Zu schwer und er sackt immer wieder am Boden auf, was die Haken zusetzt oder sie sogar hängenbleiben lässt.

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Wenn die Bedingungen stimmen. Das heißt, keine aufgewühlte und dadurch trübe See herrscht und die Ausdauer am richtigen Strand stimmt, so steht der Freude über einen geglückten Meerforellenfang nichts mehr im Wege.
Herzlichst – Euer Sebastian Hänel

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Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (2)

  1. Hallo

    echt schöne Bilpder die Ihr da gemacht habt weiter so

    Petrie Heil Robert

    Antworten
  2. Glückwunsch zu den Meeresforellen.

    Dieses Jahr wollte ich auch mal wieder öfters mein Glück beim spinnen auf Meeresforelle versuchen.

    Antworten

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