Island – ein Angeltraum

Island. Das Land der Vulkane, heißer Quellen und Fisch. Letzteres gibt es dort in Massen, so wie mein Kollege Philipp Feist und ich auf unserer Reise feststellen mussten. Vom 12. bis 18. Mai fischten wir bei unserem Guide Matthias Brill von Iceland Sea-Angling in den abgelegenen Westfjorden. Organisiert wurde der Trip über Andrees Angelreisen.
Die Landschaft ist ein Traum. Meer und schneebehangene Berge liegen so dicht beisammen, dass es fast unwirklich wirkt.

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Zunächst ginge s auf Dorsch. Gleich am Ausgang des Fjords, auf einer Tiefe von rund 60 Metern waren die Ruten krumm. Gebissen haben die Fische auf große Gummiköder an schweren Bleiköpfen, die unser Guide natürlich vor Ort dabei hatte. Fische von 10 kilo sind vor Island Standard. Beeindruckend.

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Eine Neuheit durften wir auch versuchen. Tiefseeangeln auf Rotbarsch. Auf rund 140 Metern Tiefe hatte Matthias dann die Fische gefunden und es gab auf die Köhlerfetzen am System einige Doubletten zu drillen. Für mich ein Erlebnis, da ich bisher noch nie auf Rotbarsch geangelt hatte.

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Am Folgetag dann das Isländische Highlight. Jeden Mai ziehen die Steinbeißer in den Fjord und stehen an manchen Ecken dicht beisammen. Klassisch werden sie mit 800gr Blei und zwei großen Einzelhaken am System befischt. Als Köder dient ein Stück Tintenfisch. So wird in der Drift der Grund mit dem Blei, über dem die beiden Haken schweben, förmlich abgeklopft.
Meinen ersten Fisch verlor ich leider im Drill. Doch schon bei der zweiten Drift klappte es und ich konnte ich über meinen ersten, grimmig schauenden Steinbeißer oder auch Seewolf genannt freuen.

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Als wir einige Fische im Boot hatten, versuchten wir unser Glück mit Gummiködern am Bleikopf. Eine Art des angelns, die auf die Seewölfe kaum zum Einsatz kommt. Auch das klappte hervorragend. Spannend dabei die Art der Bisse. Der Steinbeißer fasst, trotz seins furchteinflößenden Mauls eher sachte zu. Erst rattert ein wenig die Rutenspitze. Nicht nervös werden und einfach weiterhin halten. Bis man spürt wie er richtig nachfasst.

Erst dann ist er reif für den Anhieb.DSC_0733

Island ist ein Traum für Angler. Von Mai bis September ein Reiseziel das sich lohnt!

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Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. Island ist wirklich ein Traum für viele Angler. Doch leider ist eine Angelreise nach Island nicht gerade günstig.
    Ich hatte mich damals auch mal erkundigt, was mich der Spaß kosten sollte. Doch als ich ein Angebot von knapp 2500 Euro gesehen habe, entschied ich mich für die deutlich günstigere Angelreise nach Norwegen.

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