Hurra, die Hornhecht sind da!

Jedes Frühjahr ereignet sich an der deutschen Ostseeküste folgendes Phänomen. Die Küstenbereiche werden von einer Schar, pfeilschneller und länglicher Fische mit seltsamen Maulfortsatz überschwemmt. Die Rede ist vom Laichzug der Hornhechte.

Aktuell ist es mal wieder soweit. Für ungefähr 3 Wochen erleben die deutschen Ostseestrände dieses Naturschauspiel. Immer wenn die See eine Temperatur von um die 10 Grad erreicht und der Raps blüht, ist „Hornizeit“.

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Das fangen gestaltet sich aber dennoch heikel, da der Maulbereich dieser Fische anatomisch nicht gerade Hakenfreundlich ist. Was hilft ist entweder Glück, dass bei genügend Attacken der ein oder andere hängen bleibt, oder man rückt mit einer speziellen Wolle als „Haken“ An; in der sich die Räuber einfach mit ihren Nadelzähen verfangen.

Gute Aussichten auf massiven Hornhechtkontakt ist das Fischen in der Brandung. Mit der Wathose in den Elementen stehend.

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Ein Erlebnis und Drillspaß pur.

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Die meisten Attacken erfolgen auf ca. 10 cm Blinker die eine schlanke Körperform haben.

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Aber an sich wird alles attackiert was sich glitzernd durchs Wasser bewegt. Die Führung sollte zügig und fordernd sein, da die Hornhechte gern schnelle Sprints hinlegen. Sollte es allerdings viele Nachläufer und Anstupser geben, dann hilft eine variantenreiche Köderführung mit kurzen Spinnstopps, die dann die Attacken nachlaufender Hornhechte provozieren.

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Diese Fischart ist jendenfalls kulinarisch nicht zu verachten. Das Fleisch ist weich und zergeht förmlich auf der Zunge. Die Gräten sind auffällig grün und lassen sich dadurch beim Essen gut entfernen. Mein Tip: Klassisch in der Pfanne braten oder bei 80 Grad in den Räucherofen hängen.

 

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. Es ist immer wieder herrlich anzuschauen, wenn ein Hornhecht an den Haken geht. Zwar habe ich mein Glück dieses Jahr auf Hornhecht noch nicht versucht, aber das steht auf jeden Fall weit oben auf meiner Liste.

    Petri!

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