Heißer Juni

Der Juni ist für mich immer der beste Zandermonat des Jahres. Dieses Jahr ist er allerdings durch die sehr hohen Wassertemperaturen extrem heiß und daher vielerorts etwas anders als in anderen Jahren.

An den Talsperren stehen die Zander bereits jetzt dort, wo sie eigentlich erst im Sommer stehen: eine kleine Etage tiefer. Aber immer noch gut auf diesen Kanten fangbar.

Abends kommen sie in Gang und ziehen dann auch aufs flache Wasser. Besonders wenn dies, durch einen Flusseinlauf, eingetrübt ist. Dann sind sie recht spritzig unterwegs und beißen im warmen Wasser vehement.

An der Elbe war es tagsüber recht ruhig mit den Zandern. Bei 23 Grad Wassertemperatur drehten allerdings die Welse richtig auf und machten auch vor den kleinen Zanderködern nicht halt. Sie zogen sich die dicht am Grund in kleinen Sprüngen geführten Zanderverführer knallhart weg.

Dann beginnt ein Kampf, den man nur mit strafferem Gerät, guten Nerven und am besten vom Boot aus geführt, gewinnt. Mit viel Geduld und beharrlichem Druck muss man den schweren Fisch langsam müde machen, bis man schließlich die Oberhand gewinnt.

Vom Ufer hat man am Fluss oft schlechte Karten, da der Fisch oft in den Strom flüchtet und dann die Schnur irgendwo an den Steinen abwetzt. Es ist durch das sehr warme Wasser eine sehr auffällige Aktivität von Welsen, auch an Seen zu vermerken. So bekam mein Kollege Philipp Feist von shop.zanderkant.de einen 1,70m langen Urian auf einen nur 9cm kurzen Juniorkauli ans Band. So etwas hatte er an diesem Stausee selbst auch noch nicht erlebt.

Angeln steckt halt voller Überraschungen. Gehen wir raus und erleben sie!

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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