Hechtsprünge an der Elbe

Die Elbe zählt zu einem der besten Zanderströme Deutschlands und ist besonders dafür bekannt. Ihr Wasser ist durch Sedimentfracht und Nährstoffeinträge über Landwirtschaft und Kläranlagen trüb und damit perfekt, um ideale Lebensbedingungen für diese Fischart zu schaffen.
Hechte hingegen sind Augenräuber und eher an die Jagd im sichtigen Wasser angepasst. Doch auch in der Elbe existiert ein guter Bestand an Hechten.

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Nur merken wir Spinnangler davon nicht so viel, da der Sprinter im trüben Wasser unsere Köder nur schlecht war nimmt. Besonders wenn man mit defensiven Zanderködern fischt. Einzig Köder mit starken Druckwellen und Fluoreszenz bringen sie hier und da ans Band.

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Aktuell erleben wir aber ein sehr spannendes Phänomen, was die Hechtfänge im Zanderstrom Nummer ein betrifft. Das Wasser ist seit wenigen Wochen für Elbverhältnisse extrem sichtig bis klar.

Wir hoffen da hier seitens der EU kein Bio-Engineering betrieben wird. Z.B. durch zuführen von Aluminiumsulfat, welches die Nährstoffe im Wasser bindet, abtransportiert und den Fluss damit mit Gewalt aufklart. Das wäre das ENDE für die Zanderpopulation!
Diese beißen aktuell sehr verhalten und werden eher in der Dämmerung mutig, wenn der Lichteinfall auf den flachen Grund der Elbe nachlässt.

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Durch das saubere Wasser sehen die Hechte plötzlich unsere Köder und sorgen tagsüber für teils zweistellige Fangzahlen pro Tag, wenn man zu zweit los ist und viele Stellen abwirft.

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Uns freut diese Abwechslung und die Tatsache, wie Räuberreich die Elbe ist. Zum Teil gingen bei der letzten Tour vier Hechte in einem Buhnenfeld an den Köder.

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Dieser Zustand wird sich auf den Herbst zu vermutlich noch verstärken, da der Fluss im abkühlen des Wassers noch weiter aufklart und somit den Hechten das jagen erleichtert. Wir greifen im Oktober nochmal an und werden auf die ganz Dicken gehen! Denn die Metermarke ist möglich –aktuell stehen die Chancen besser denn je.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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