Frühsommer am kleinen Fluss

Die Zeit um den Mai/Juni sind für mich die schönste Zeit des Angeljahres.
Die Hechte klatschen auf die Jerkbaits im flachen Wasser, Die Aale schlängeln auf der Suche nach fressbarem Nachts an den Ufern entlang und die beste Zanderzeit des Jahrs geht im Juni los.
Eine Fischart beangle ich in dieser Zeit um Mitte bis Ende Mai an liebsten. Bachforellen an kleinen Flüssen.

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Die Rotgetupften sind in der Zeit besonders agil und lassen sich in Mischstrecken, also wo nicht nur das Fliegenfischen erlaubt ist, wunderbar mit kleinen Spinnern und Wobblern beangeln.

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In dieser Zeit des Jahres können sie diesen sehr auffälligen Ködern nicht wiederstehen und gehen im Drill brachial ins Gerät. Dieses besteht bei mir aus einer einteiligen VIRUX in 1,80m Länge und 7 – 12 g Wurfgewicht, einer Shimano Stradic 1000er Größe, die mit einer 0,26er Monoschnur bespult ist. Mit dieser Ultraleichtkombo liefern auch mittlere Bachforellen einen anständigen Drill.

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Bachforellen sind meist standorttreue Fische, die einzeln an Strukturen im Fluss stehen. Daher können ihren Farben, je nach Untergrund und Umgebung unterschiedlich ausfallen. Wunderschön sind sie aber alle.

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Die Dämmerung ist an den kleinen Flüssen, die an den befischten Strecken oft nicht tiefer als 80cm sind, eine besonders heiße Zeit. An langen Tagen des Mai/Junis kommen die Fische dann so richtig in Wallung und steigen nach Insekten, die an der Oberfläche treiben. In solch einer Phase lassen sich nicht selten gleich mehrere Fische in Folge fangen, die alle richtig Spaß am leichten Gerät bringen.

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Kleine Wobbler sind dann am besten geeignet. Wir fischen am liebsten Schonhaken und ohne Drillinge, jedoch verändert sich das Laufverhalten solch kleiner und filigraner Wobbler dann oft so sehr, dass die teuren Köder nicht mehr richtig laufen und daher auch die Bisse ausbleiben. Nicht so wenn beide Haken den Lauf stabilisieren und ihn durchs Wasser zittern lassen. Da kann kaum eine Forelle widerstehen.

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Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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