Frühlingserwachen

Nun ist er endlich da. Der Frühling.

Recht spät kam er, da bis vor kurzem noch ein Wind aus nördlichen Richtungen kalte Luft aus Skandinavien zu uns schaufelte. Seit dem der Wind wieder aus Südlichen Gefilden weht, ging es schlagartig mit den Temperaturen nach oben. Das treibt die Menschen hinaus in die Natur.

Da wir Angler besonders Naturverliebt sind, hat das Wasser seine ganz besondere Anziehungskraft.

In vielen Teilen des Landes befinden sich die Raubfische in der Schonzeit, daher ist jetzt im April die Zeit für Friedfische. Auch ich als bekennend Raubfischsüchtig, nutze das Frühlingserwachen, um mich mit leichten Posen oder der Stippe bewaffnet auf die friedlichen Wasserbewohner zu spezialisieren.

Wie z.B. große Plötzen.

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Die befische ich mit mehreren Maden an einem kleinen Einzelhaken. Ein Happen, den sich kein Friedfisch bei nun langsam ansteigenden Wassertemperatuten entgehen lässt.

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Die Sonnenstrahlen gewinnen im April reichlich an Kraft und so treibt es selbst die Karpfen an die Oberfläche, die sich regelrecht sonnen und somit Energie bekommen. An vielen, besonders kleineren, flachen Gewässern kann man sie mit wenig Glück sogar dabei beobachten.

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Jetzt wird es besonders spannend, da sich die Fische nun auf Sicht mit Pose und Madenbündel beangeln lasse. „Stalking“ heißt der Fachausdruck für das gezielte Anpirschen an sich sonnende Bartelträger. Das hat dann sogar schon wieder was vom aktiven Angeln, ähnlich mit der Spinnrute. Anpirschen, gezielt den Köder platzen und am besten ihn vor dem Maul eines Fisches abtrudeln lassen. Wird der Hakenköder eingesaugt muss angeschlagen werden und ein Drill am leichten Gerät entbrennt. Mit Monfilen Schnüren von meist um die 0,20er Stärke und Vorfächern von rund 0,18mm eine Herausforderung.

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Nicht selten sind die Rüssler dann schon recht kampfstark und mit ein wenig Glück von Petrus sogar in vorzeigbaren Größen unter der Oberfläche unterwegs.

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Ich hoffe Sie ein wenig inspiriert haben zu können, die ersten warmen Tage des Jahres anglerisch genießen zu können.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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