Flachzander!

Bei meinem letzen Ausflug mit Kollege Philipp Feist an die Elbe haben wir ein sehr spannendes Phönomen bezüglich der Standplätze von Zandern gemacht.

Die meisten Angler steuern immer möglichst tiefe Buhnen an, um auf Zander zu fischen. Diese liegen bekanntlich immer in den strömungsstarken Außenkurven, in denen der Fluss seine meiste Energie entfaltet. Oft liegt man mit dieser Taktik auch richtig. Besonders am Tage, wenn die Fische ihre passive Tagphase verdämmern.

Aktuell stehen sie aber in eher flachen Buhnen. Also den Ausläufern der Außenkurven. Da wir mit dem Boot unterwegs waren, fuhren wir durch eine flache Buhne, um dort am Ufer anzulegen. So lassen sich unzugängliche Strecken bequem ansteuern und entspannt vom Ufer aus befischen. Besonders zum Erkunden neuer Abschnitte, ist diese Taktik Gold wert!

Da Philipp noch montierte, warf ich bereits meinen noch von der letzen Tour auf der Spree montierten Junior-Kauli in das flache Gleitwasser des gegenüberliegenden Buhnenkopfes.
Nach drei Auftippern auf dem steinigen Grund erfolgte der Biss! Die schnelle Rute stand und konnte das unerwartete „Tock“ auf Distanz sicher in den Drill bringen. Der erste Zander der Tour ging zwar vor den Füßen verloren, doch gleich beim nächsten, gespannten Wurf auf den gleichen Platz erfolgte der nächste Biss und der erste Fisch der Tour war gelandet!

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So erlebt man Zanderangeln nur selten, weshalb man solche Momente immer besonders auskosten sollte. Auch Philipp warf auf der nächsten, fast genauso flachen Buhne mit und konnte ebenfalls einen tollen Elbzander präsentieren.

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Das Interessante an der Geschichte war aber, das wir in den eigentlich anvisierten, tiefen Leitbuhnen dieser scharfen Außenkurve keinen einzigen Biss verzeichnen konnten!
Das später überfahren der befischten Plätze mit dem Echolot zeigte, dass unsere Fische alle auf einer Tiefe von 1,70m und 2,20m bissen, während die gut durchströmten 3,7m bis 5,5m Stellen keinerlei Kontakte einbrachten.

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Auch am Folgetag erzielten wir unsere Erfolge allesamt auf den eher unscheinbar wirkenden, flachen Buhnenstrecken.

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Das Wasser der Elbe ist aktuell trüb, weshalb die Deckung vor dem Licht auch an diesen flachen Stellen ausreichend sein dürfte. Zudem ist es mit über 20 grad sehr warm, was die Fische, die aus dem Strom kommen in Bewegung hält.
An alle die da gern an der Elbe fischen oder gern mal an diesem tollen Fluss fischen wollen und auf den tiefen Leitbuhnen keine Bisse bekommen: geht mal gezielt auf Flachzander!

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. Hey sebastian du fischst doch auch die quantum yasasii verikal!?
    Wollte mal wissen wie lang der komplette griff von dieser rute ist?

    Vielen Dank
    Gruß dani

    Antworten

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