flache Hechte

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Das die Fische im Winter besonders tief stehen, trifft für Zander und teils auch Barsche durchaus zu.

Eine Ausnahme bildet da der Hecht. Dieser ist selbst bei knackigen Temperaturen in flachem Wasser anzutreffen. Besonders dann, wenn er Deckung in Form von abgestorbenen Pflanzenresten aus dem letzten Sommer findet. Ein Hecht nutzt diese dann als Einstand, um von dort aus, auf der Lauer zu liegen. Selbst Seerosenwurzeln genügen ihm, um sich direkt daran zu stellen. Auch wenn sich über ihm nur noch 50 cm Wasser befinden.

Letztes Wochenende traf ich mich mit meinen Kollegen auf Rügen, um dort auf den riesigen Wasserflächen der Bodden zu fischen. Dieses Revier hat die Besonderheit das das Wasser Brackig ist. Also eine Mischung aus Salz und Süßwasser. Dadurch entstehen Seegraßwiesen, die teilweise sehr flach liegen. Einheimische Kollegen gaben uns den Tipp, uns auf ca, 1,50m flache Gebiete zu konzentrieren, die eben diesen Bewuchs, als Deckung für die Hechte aufweisen.

Konzentriertes und vor allem ausdauerndes Fischen ist im winterlich kalten Wasser, neben dem richtigen Gebiert, aber immer der wichtigste Faktor.

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Gefischt wurde mit der Spinnrute vom treibenden Boot aus. Um in diesem flachen Wasser den Köder attraktiv zu präsentieren, mussten die Verführer auch angepasst werden. Ich versuchte zu Beginn mit einem Spinnerbait. Diese lassen sich, wenn sie nicht zu schwer sind, auch im flachen Wasser, recht langsam präsentieren. Was auch schnell zum Erfolg führte.

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Aber auch Gummifische am leichten Bleikopf von um die 10 gr. ließen sich mit hoher Rute und leichter Abdrift des Bootes so anbieten, dass der ein oder andere lauernde Hecht, seine Deckung im Kraut verließ und sich den Shad packte.

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Erst in der letzten Stunde war es soweit und ich konnte mich nochmal über einen tollen Abschlusshecht mit einer beeindruckenden Wuchsform freuen, der sich meinen langsam durchgekurbelten Megakauli packte. Für uns der krönende Abschluss eines gelungenen und mal wieder auch lehrreichen Angeltages.

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Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. ich bin zwar kein Hecht Experte, aber haben Hechte zur Zeit nicht überall Schonzeit?

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