Fängiger „Winter“

Heute ist Winteranfang, die Temperaturen sind aber bereits seit einigen Wochen im Keller. Dem Angelhobby machte das bislang nichts aus: Die Gewässer sind eisfrei und der Schnee konnte bis jetzt nur temporär etwas Fuß fassen. Da das Wasser mit knapp um die 4 Grad recht kalt ist, ist auch der Stoffwechsel unserer Fische am Boden. Als wechselwarmes Tiere passen sie sich eben ihrer Umgebung an. Sie bewegen sich daher wenig und brauchen dadurch auch viel weniger Nahrung. Trotz allem wird Nahrung benötigt. Und wo gefressen wird, kann auch gefangen werden.

Um zu fangen, müssen wir uns natürlich an diese Gegebenheiten anpassen. Das bedeutet, dass langsames angeln nun Trumpf ist.

Wärmeliebende Raubfische wie der Zander reagieren bei Kälte besonders langsam und träge. Wer dann möglichst leicht fischt und seinen Köder mit kurzen, sanften Sprüngen dicht am Boden versteht zu präsentieren, der kann mitunter harte Bisse wie im Sommer erwarten.

Wie angriffslustig die Fische sind, hängt beim lichtempfindlichen Zander allerdings stark vom Lichteinfall ab. Je mehr Licht einfällt, desto schwerer wird es, einen von ihnen aus der Reserve zu locken. Tiefes oder trübes Wasser, aber auch ein dunkler bedeckter Himmel können diese Voraussetzungen schaffen. Bei tiefen, trüben Wasser ist sogar zur Mittagszeit bei voller Sonne der Fang von tollen Fischen möglich.

Ob dies klappt, hängt immer von der aktuellen Angelsituation ab. An Gewässern oder Spots, die flach sind und dazu noch recht sichtiges Wasser haben, ist bei Sonne im kalten Wasser oft nichts zu machen. Erst die Dunkelheit bringt dann Chancen, wenn man es auf die Zander abgesehen hat. Bei allen Sichträubern wie Hechten und Barschen ist das natürlich anders. Solang es nicht zufriert und man sich warm genug anzieht ist das Angeln aktuell daher, je nach herrschender Situation recht erfolgreich. Hoffen wir, dass es noch bis zum Jahreswechsel anhält.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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