Das Fressen nach dem Sturm

Nach dem Sturmtief, welches zu Beginn der Woche über das Land fegte, kommen unsere Gewässer nun langsam wieder zur Ruhe. Das Wasser ist besonders an den flachen Seen der Mecklenburger Seenplatte und Brandenburgs teilweise noch recht aufgewühlt und damit trübe.

Jetzt, wo sich der Staub im wahrsten Sinne des Wortes so langsam legt, scheint das große Fressen zu beginnen. Besonders die Hechte, deren Schonzeit in Brandenburg seit dem 1.4. wieder vorbei ist, scheinen da besonders gierig zu sein.

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Bei unserem Ostertrip mit dem Guide Peter Rinow fischten wir einen flachen See der Müritzfischer. Meister Esox hat, laut Peters Aussagen, bereits abgelaicht und schiebt zu dieser Zeit sowieso besonders viel Kohldampf.

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Die richtige Strategie ist nun wichtig, um an den großen weiten Wasserflächen, die oft nicht tiefer wie 2,5 m sind, an den Fisch zu kommen. Da hilft nur Strecke vom driftenden Boot aus zu machen. Denn nach dem Sturm sind die Räuber weit verteilt und müssen regelrecht auf den weichten, flachen Flächen zusammengesammelt werden.

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Flachlaufende Wobbler, die schnell geführt große Bereiche effizient absuchen sind dabei sehr effizient. Dabei darf der Köder nicht tiefer als einen Meter laufen, um keine Krautfahnen, wie das der Armläuchteralge einzusammeln, deren blätterbewachsene Stengel manchmal bis ins Mittelwasser ragen.

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Drift für Drift schmissen wir unsere Flachlaufenden Minnows, die im angetrübten Wasser silbern aufblitzten Wurf um Wurf in die schräge Andrift, um sie dann unter seitlichem Druck auf die Schnur rumkommen zu lassen.

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Mit Erfolg, denn am Ende des noch etwas windigen Tages konnten wir uns über einige schöne Hechte freuen. Demnächst, wenn das Kraut beginnt höher zu machsen, werden wir es mit langsamen Jerkbaits versuchen. Ich werde hier natürlich darüber berichten.

 

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH und CEO von Zanderkant.de. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen, einem gratis E-Mail-Videokurs und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. Bei uns sind die Hechte leider noch geschont. Ich freue mich aber jetzt schon auf meinen ersten Hecht 2015.

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