Mildes Wetter – harte Bisse

Mitte November erlebten wir in Deutschland einen sprunghaften Temperaturanstieg mit Tageswerten von bis zu 16 Grad. Diese Phase hielt über eine Woche an und bescherte vielen Anglern und auch mir eine sehr lohnenswerte Spinnfischerei mit Kunstködern.

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Ich schaffte es in dieser Zeit einmal vom Ufer und einmal vom Boot aus zum Angeln los zu kommen.

Vom Ufer genoss ich einen milden Angeltag an einer Talsperre, deren mächtige Ufer herausragten, da der Pegel ein Stück weit abgesenkt war. Durch die angenehmen Temperaturen, die auch Nachts anhielten, wurden auch die Fische munter und bewegten sich daher auch mehr. Ergo benötigen sie auch mehr Nahrung, da der leicht angekurbelte Stoffwechsel mehr Energie verbraucht.

Die Bisse auf meine am Grund präsentierten Gummiköder des Vertrauens, fielen dadurch sehr vehement aus. Feiste Barsche inhalierten den Happen meist komplett.

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Dies galt auch für die Zander, deren Beißlaune durch das milde Wetter einen deutlichen Anschub erlebte.

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Ich mag Phasen mit Temperaturanstieg sehr, da dies den Zandern, die warmes Wasser mögen, immer gut tut und sie dadurch aktiver werden. Bei der damit verbunden guten Beißlaune sind meist mehre Fische in kurzer Zeit möglich, wenn man sie gefunden hat.

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Aber auch an den Naturseen im Flachland regte sich das Leben unterhalb der Wasseroberfläche in der milden Phase. Ein Tag vom Boot brachte an einem nicht immer einfachen Gewässer gleich mehrere Zander in die Versuchung.

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Dabei wurden selbst Gummifische von 16 Zentimetern Länge hart genommen und komplett inhaliert.

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Aktuell steuern wir wieder auf einen Temperatursturz zu. Die ersten beiden Nächte mit Nachtfrost machen mich sofort bemerkbar und besonders die Zander reagieren dann sehr defensiv und touchieren angebotene Köder nur, anstatt sie hart einzusaugen. Aber auch das pendelt sich wieder ein.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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