März Mischmasch….

Der März ist für mich so ein Mischmasch-Monat. Die Natur weiß noch nicht so recht, ob sie langsam gegen Frühling tendiert oder in der Winterstarre bleiben möchte. Die Wassertemperaturen sind mit bis zu 5 Grad aktuell noch arg kalt, was die Flossenträger noch recht lethargisch macht. Daher verlangt uns diese Zeit einiges an Ausdauer ab. Denn die Beißfenster sind sehr kurz.

Rechtlich ist es in unserem 16-fach geteilten Land auch sehr unstimmig, was die Schonzeiten einzelner Fischarten betrifft. So sind bei den Raubfischen Hecht und Zander in Sachsen und Thüringen geschont, der Zander in Brandenburg noch bis 1.4. frei. Der Hecht wiederum nicht. Dieser ist dafür in Mecklenburg (z.B. bei den Gewässern der Müritzfischer) frei. Verwirrend und auch immer wieder Herd für Streitigkeiten unter Anglern im Internet, wenn sie Fangfotos begutachten.

Fest steht, dass wir Angler einfach den Drang verspüren, raus in die Natur zu wollen, um den Fischen nachzustellen. Und wenn es das foppen kleiner Barsche mit Miniködern ist. ;)

Ich habe mich im März bereits raus getraut. Zuerst mit dem Boot auf der Müritz, was noch ziemlich ruppig war und mir einige schöne Fische brachte. Zufrieden war ich da aber noch nicht. Eher Durchgefroren. Das Revier ist nicht einfach. Wer sich an diesem Revier gern mal professionell zum Fisch bringen lassen möchte, dem seien die Seiten www.pronature-mv.de , www.angeltouren-mirow.de und www.angelguide-tramnitz.de ans Herz gelegt. Die Leute kennen das Revier und haben viel Erfahrung.

Besonders schön war es allerdings, als ich mit meinem Kollegen Ivo neulich an der Oder unterwegs war. Der Fluss führt ein leichtes Hochwasser, welches die Buhnen überflutet.

Ideal also, um in Nebenarmen und Hafeneinfahrten zu fischen. Mit der langsamen DS-Montage konnte ich einen tollen Hecht als Beifang erwischen, der sofort zurück ins kalte Wasser durfte, da er in dem Gebiet aktuell geschont ist. Daher nur ein Schnappschuss.

Wir wechselten den Platz dichter an den Strom, um den Hechten aus dem Weg zu gehen. Zum Abend hin bot sich dann die Chance für den Lokalmatadoren Ivo zum Ausgleich. Er verwandelte diese auch und konnte somit einen tollen Zielfisch präsentieren.

In Laichstimmung sind die Zander übrigens noch lange nicht. Das wird auch vor Mitte April nicht der Fall sein. Denn das Wasser muss dafür mindestens 12grad haben. Bei Aktuell 5 sind wir davon noch weit entfernt. So finde ich, rein aus der Praxis betrachtet, die Zander erst ab den 1.4. eines Jahres zu schonen, sehr praktikabel.

Einfach ist das Fische fangen im März nicht. Doch der hohe und konstante Pegel der Oder ließ die Zander an stark strömenden Übergängen zu Hinterwassern auftauchen.

Man muss sich an den Prallwirbeln nur durchfischen und darauf vertrauen, dass irgendwann ein Trupp vorbeikommt. Oft ergibt sich am Tag nur ein oder zwei Chancen. Genau in dem Moment muss der Köder im Wasser sein und alle Mühen sind vergessen.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (2)

  1. Hallo Sebastian, wo kann man in Deutschland die Boote von scandiac kaufen? Danke, Marco

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