Launischer Sommer

Der Sommer 2017 ist in Deutschland aktuell ein sehr seltsames Phänomen. Seit Ende Juni gab es keine Beständigkeit der Wetterlage.  Nach spätestens 2 Tagen Heiterkeit rollen Gewitter oder Regenfronten an. Dieses hin und her beschert auch den Fischen einen recht launischen Charakter.

Die Phasen an denen sie fressen und aktiv sind, fallen recht kurz aus. Daher muss man sich früh morgens aus dem Bett quälen, um am besten noch vor Sonnenaufgang den Köder im Wasser zu haben. Passt man diese Phase ab, ist das Fangglück nicht weit, wie mein Kollege und Guide „Der Angelende Fischer“ Mayk Müller in Ahrensberg weiß.

Mit ihm verbrachte ich einen Tag auf den Seen seines Heimatreviers. An diesem Tag hatten wir wirklich glück mit dem Wetter, denn es war für diesen Sommer recht beständig. Der Vortag war genauso heiter und warm die der darauffolgende Angeltag. Dennoch war nach dem guten Fangstart am Morgen plötzlich Flaute. Je höher die Sonne stieg, desto weiter fielen die Chancen auf einen weiteren Biss.

Doch nicht die Sonne ist die Schuldige gewesen, sondern die nur sehr kurzen Beißfenster der Zander an diesem Tag. Dann ist durchhalten gefragt, denn das nächste Fenster, in dem die Fische reagieren kommt bestimmt. Kurz vor 13 Uhr war es dann wieder soweit und der erste Zander vergriff sich am mit 8,5g und damit langsam geführten Zanderkant Juniorkauli in 9cm. Ein kleiner Happen, der wenn er defensiv mit kleinen Sprüngen dicht am Grund geführt wird, einen besonders treffsicheres Angriffsziel darstellt.

Ca. eine halbe Stunde ging der Spuck und es folgten mehrere Bisse an einem Platz, den wir auch zuvor bereits ausgiebig frequentiert hatten. Darunter gesellte sich auch mein Topfisch des Tages. Ein toller knapp 60cm Küchenzander.

Als diese Beißphase vorbei war, hätte man am Abend sicherlich noch mal gute Chancen auf weitere Fische gehabt. Doch wir nutzten das noch sommerliche Wetter zum Baden. Denn schon am nächsten Tag regnete es. Typisch Sommer 2017 in Deutschland.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. Moin ,
    Toller Bericht und auf den Punkt gebracht.
    Gerne nehme ich Euch auch mit auf eine Tour im schönen Mecklenburg-Vorpommern.
    Erlebt mit ein bisschen Glück, das was Basti und ich erleben durften.
    Tips und Tricks zu Angeltechniken und wie kann ich mein Hausgewässer anhand kleiner Merkmale lesen um zum Erfolg zu kommen lernt Ihr bei mir.
    Euer Angelnde Fischer/ Angeltouren Canow/Ahrensberg. Mayk

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