kalte rucke

Das Angeln mit dem Jerkbait.

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Eine spannende Methode des Spinnfischens auf Hecht. Bevorzugt zur warmen Jahreszeit praktiziert. Doch klappt das auch jetzt? Im kalten Grau des Winterhalbjahres?

Mit kleinen Schlägen der Rutenspitze, wird der so genannte Glider in einen links-rechts- ausbrechenden Lauf versetzt. Wählt man schwimmende oder schwebende Modelle, lässt er sich sogar wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche führen und während des Angelns sogar beobachten.

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Genau dies macht das Jerken auf Hecht für mich so reizvoll.

Da Hechte generell nach oben ausgerichtet sind, passiert es nicht selten, dass sie blitzartig nach oben schnellen, um den flach präsentierten Jerk zu schlagen. Ein Spektakel!

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Besonders ergiebig war für mich diese Technik im Frühsommer. Wenn die Pflanzen sprießen und sich die Gewässer in großen Schritten erwärmen.

 

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Besonders krautige, flache Seen und Weiher, bieten dem Jerker beste Möglichkeiten. Zwischen den Pflanzen finden Hechte gute Deckung und das meist klare Wasser begünstigt dem Augenräuber die Jagd. Dementsprechend gut sind die Bestände in diesen Kleinoden.

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Problematisch wird es allerdings, wenn das Gewässer im Sommer komplett zugewachsen ist und man kaum noch vernünftig fischen kann.

Mein Kollege Jan Borek hat mich kürzlich auf die winterliche Hechtangelei mit dem Jerk gebracht. Zu einer Jahreszeit, in der ich meine Jerkausrüstung immer schon eingemottet hatte. Mit überraschendem Erfolg!

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Denn ich glaubte, dass die Hechte im kalten Wasser und damit geringerem Stoffwechsel viel zu träge seinen, um den  dicht unter der Oberfläche geführten Glider zu schlagen. Weit gefehlt!

Gerade die im Sommer zugewachsenen kleineren, flachen Gewässer bieten nun die besten Möglichkeiten. Das Kraut ist weitgehend abgestorben und hat sich am Grund abgelegt. Genau hier sucht Meister Esox nun Deckung. Scheut sich aber nicht, den Jerk zu attackieren, der langsam über das Gewölle läuft.

Denn dieser lässt sich nämlich, im Gegensatz zu anderen Kunstködern, ganz langsam und fast auf der Stelle tanzend führen. Selbst im flachsten Wasser und auf hoher Distanz steht er quasi über dem, in seiner Deckung liegenden Hecht und lässt sich durch kleine Rucke zum Tanzen bringen. Gehen sie also raus solange uns der Witz-Winter mit seinen milden Temperaturen verwöhnt. Wer weiß wie lange noch!

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Herzlichst, Sebastian Hänel.

 

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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