Jahresplan fürs Zanderangeln

Ich verfolge über das Jahr gesehen einen ganz bestimmten Plan mit meiner Wahl von Revier und Taktik, um immer in den möglichst optimalen Bedingungen zu fischen, wenn es darum geht beim Zanderangeln erfolgreich zu sein.

Hier die Auflistung anhand meiner Erfahrungen:

 

Frühjahr – Juni bis Juli

In den Stauseen und Talsperren ist nun die Zeit der Einläufe gekommen. Diese Plätze liegen nun in fester Zanderhand. Da das Wasser dort trüb und warm ist, fangen auch besonders auffällige Köder mit viel Aktion. Am Tage Gummiköder von 9 bis 13 cm an 8 bis 12 gr. Bleiköpfen und am Abend Schwimmwobbler.  Allgemein sind jetzt die Flachwasserzonen, sowie Sandbänke und Inseln die auf Tiefen von 3 bis 5 Metern liegen die besten Plätze, um zu dieser wohl besten Zeit des Jahres erfolgreich auf Zander zu fischen.

Mit dem Köderfisch sind zu dieser Zeit besonders gute Fänge möglich, da die Zander dann nachts in Trupps dicht unter Land das Ufer nach Beute absuchen. 2 bis 3 Meter tief an der 5 gr. Pose angeboten, dürfte es eine kurzweilige Nacht werden.

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Sommer – Juli bis September

Vor allem im Fluss sind nun die Glassaugen besonders aktiv und streunen in der Dämmerung und nachts an den Steinschüttungen von Buhen uns flachen Innenkurven herum – Wobbler sind nun sie beste Wahl. Am Tage liegt unser Zielfisch eher in den Tiefen Buhnen und Hafeneinfahrten, sowie im Hauptstrom ab und ist dort am besten mit Gummiködern am Bleikopf zu fangen.

Besonders Buhnen mit viel Strömungseinfluss sind nun die besten Stellen!

 

Im Stausee ist nun die Zeit des nächtlichen Wobblerangelns gekommen, da die Fische meist aktiv im Mittelwasser unterwegs sind. Am Tage liegen sie an Kanten die auf Tiefen von 5 bis 7 Metern liegen ab, die einen nahen Verbund zu Flachwasserzonen haben in denen sie ihre nächtlichen Beutezüge veranstalten.

Im Hochsommer sind generell alle Stellen ideal die das Wasser zum Schäumen bringen.

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Wehrüberläufe, Thoßbecken unter Staudämmen, Schleusen und Turbinenausgänge sorgen durch ihren hohen Sauerstoffeintrag für einen wahren Zandermagneten.

 

Herbst – Oktober bis Dezember

Nun beginnen sich die Fische nach der Umwälzung der Stillgewässer durch die ersten kühlen Herbststürme wieder langsam in tiefere Gefilde zurückzuziehen. Tiefen von 8 bis 12 Metern, die je nach Trübung und Durchschnittstiefe des Sees unterschiedlich ausfallen können sind nun die besten Zanderbereiche. Dabei ist auch hier wieder besonderes Augenmerk auf stiele Kanten mit hartem Grund zu legen, die eine Sandbank oder eine Flache Bucht als direkten Nachbar haben. Denn in diese Bereiche ziehen die Glassaugen auf ihren nächtlichen Patrouillen.

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Am Tage lassen sie sich am besten vertikal vom Boot aus mit langsamer Köderführung zum Anbiss bewegen. Massenfänge sind durchaus möglich, wenn man die Bereiche der derzeitigen Tagesstandplätze kennt und Köder mit wenig Aktion in gedeckten Farben verwendet.

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Winter – Dezember bis März

Im Strom ziehen sich die Zander nun in Häfen zurück die tiefer als der Hauptstrom sind, oder verschanzen sich im Strom hinter Steinen und Geröll im Flussbett und zeigen wenig Aktivität.

Die Stillwasserzander hingegen gehen sie nun in sehr große Tiefen bis um die 20 Meter und mehr, da dort nun das Wasser mit 4 grad seine größte Dichte aufweist und auf die tiefsten Regionen absinkt, während das Wasser Richtung Oberfläche immer kälter wird und oben fast zufriert. Hier ist nun die Technik des Vertikalangelns am effektivsten, wenn man die Bereiche gefunden hat an denen sie Zander in großen Gruppen abliegen. Beste Fangzeit ist hier immer gegen Mittag.

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Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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