it´s Piketime!

Der Wonnemonat Mai zählt für mich zu den genialsten Zeiten des Jahres, um eine spannende, kurzweilige Hechtangelei zu erleben. Die ersten grünen Schilfspitzen bahnen sich langsam ihren Weg durch das karge grau der Schilfbänke aus dem Vorjahr.

Auch die ersten Seerosen wachsen nun empor und lassen noch genügend Platz, um bequem die im Sommer dann komplett geschlossenen Felder zu befischen. Dort stellen sich die Hechte auch schon jetzt gern ein, da die ersten Stengel bereits genügend Deckung liefern.

Besonders in flachen, klaren Waldseen, deren Ufer im Sommer stark mit Schilf und Seerosen bewachsen sind, bieten im Mai eine geniale Angelei.

Die besten Hechtköder sind in diesen Situationen, schwimmende oder langsam sinkende Jerkbaits. Diese lassen sich im flachen Wasser, zwischen den Pflanzen ganz langsam und in aufreizend hin und her gleitenden Bahnen präsentieren. Manche handgemachten Modelle, wie die von La Gazo,  fischen sich fast schwerelos, was sie in dieser Situation zur unwiderstehlichen Hechtbeute machen.

Die meisten Hechte hängen übrigens am Bauchdrilling, da die pfeilschnellen Jäger, durch die behäbige Präsentation oft genügend Zeit zum Reagieren haben, und den Köder oft gezielt in einer kurzen Standphase im vorderen Drittel aufs Korn nehmen.

Wäre nur noch die Schwierigkeit an die besagten Stellen und Gewässer vernünftig heranzukommen, um die genialen Plätze effektiv beangeln zu können. An vielen der kleineren Waldseen gibt es keine Boote zum Ausleihen und auch keine Möglichkeit sein eigenes Boot zu slippen. Warum auch, denn ich halte es für nicht notwendig auf kleineren Gewässern mit Boot und Motor herum zu fahren.

Eine perfekte Lösung ist ein Belly bzw. ein Pontonboot, bei dem man via Flossen an den Füßen seine Position ansteuert oder sich entspannt am Platz hält. So paddelt man wie ein Schwan vor den Krautfeldern und Schilfbänken entlang und kann somit von der Wasserseite aus, die heißen Uferplätze anwerfen.

Oft trifft man dann auf Hechte, die noch nie oder lange Zeit keinen Köder präsentiert bekamen und kann, besonders im Wonnemonat Mai, wo das Wasser dann auch zum paddeln mit dem Füßen warm genug ist, eine hervorragend effektive Hechtangelei erleben. Die Bisse, die beim Jerkbaitfischen im flachen Wasser meist auf Sicht kommen, sind der Wahnsinn und von so einer Schwimmhilfe aus, ein ganz besonderes Erlebnis, welches ich jedem nur empfehlen kann.

Also ran an die kleinen Gewässer, bevor die Krautgürtel zuwachsen und sich schließen!

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

Kommentare (1)

  1. Ich liebe Hechte. Vor allem das Angeln in kleinen Seen macht mir Spaß. Habe euer Blog neulich entdeckt und werde es auf jeden Fall verfolgen!

    Petri Heil

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