Ein Kessel Buntes

Thailand in Südostasien. Das tropische Land lockt viele Urlauber mit seinen Stränden und ganzjährig hochsommerlichen Temperaturen. Auch ich hab im Dezember dem kalten, grauen Winter in Deutschland den Rücken gekehrt und Winterflucht begangen.

Zu verlockend die Strände der Insel Ko Samet, welche unter Urlaubern noch nicht so sehr bekannt ist, wie die Ferienhochburg Phuket.

Hier findet man an vielen Stellen, wie dem Pier in Ban Phe, das wahre Gesicht des Landes. Einen Einblick in das „Land und Leute“.

Viele bestreiten ihren bescheidenen Lebensunterhalt mit dem maritimen Fischfang. Dementsprechend leergefischt ist auch der Golf von Thailand. Schon bei der Überfahrt nach Ko Samet entdeckte ich unzählige Fischerfahnen auf dem Wasser, mit denen sie ihre Netze kenntlich machen. Daher ist Meeresangeln in Thailand weniger lohnenswert, aber dennoch möglich wenn man seine Ansprüche runterschraubt und es beim Urlaub nebenher etwas betreibt. Meine 5 teilige Reiserute, eine Rolle und eine Auswahl an Ködern habe ich immer dabei.

Bei vielen beliebt ist das „rock fishing“, wo man vom Ufer aus sich einen vorstehenden Felsen aussucht und dort sein Glück versucht.

Größere Fische waren hier nicht in Reichweite, so musste ich mir Gedanken machen und mit dem gewählten Köder das kleinste auffahren, was meine bunten Köderboxen so hergaben. Mit einem beweglichen Jig und Minigummi hatte ich meine ersten Erfolge in Form einer kleinen Stachelmakrele.

Diese nutze ich wiederrum als Köder, um weitere Arten zu fangen. Das fanden besonders die Juwelenbarsche, die sich überall im flachen Wasser zwischen Steinen tummelten, reizend. Im Meer fange ich mit Naturködern wie Muschelfleisch, Fischhaut oder Tintenfischstücke immer am besten. Jeder Rifffisch reagiert darauf.

Aber auch Gummifische, die ich dicht am boden führte, wurden genommen. Aber damit konnte ich ausschließlich Juwelenbarsche fangen.

Mit Oberflächenködern habe ich ebenfalls experimentiert. Immer ohne Reaktion. Doch einmal sah ich Aktivität an einem Platz der steil ins tiefe Wasser abfiel. Ich montierte meinen Stickbait und bekam sofort einen Biss auf dem welligen Wasser. Der Drill war kraftvoll und lang. Die Freude über die gelandete Makrele riesig. Blieb sie aber der einzige, nennenswerte Fisch meiner Meeresangelversuche im Golf von Thailand.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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