Des Sommers letzte Atemzüge

Langsam schwindet er dahin – unser Sommer.
Bald kommt die Zeit, in der sich die Fische ins tiefere Wasser zurückziehen. Doch wer aktuell noch mal raus geht, kann kurz vor der Übergangsphase nochmal Sommerfischen in reinster Form genießen. Morgens hängen bereits die Nebelschwaden über den Gewässern und stimmen schon auf den nahenden Herbst ein.

Sobald sich der Nebel verzogen hat und an einem klaren Tag die Sonne ihre Kraft auf die Wasseroberfläche bringt, beginnen die Barsche noch mal mit dem Fressen an der Oberfläche.
Sie schießen immer wieder in kleinen Trupps in die sich ringelnden Weißfische hinein, was uns Anglern nicht verborgen bleibt. Mit einem flotten Oberflächenköder, wie einem „Stickbait“, der sich an dünner Geflechtschnur weit werfen lässt, lassen sich die gerade in Rage befindlichen Barsche perfekt austrixen. Trifft man den Trupp, erfolgt der Biss meist nach wenigem Rucken und der Köder wird auf Sicht von der Oberfläche gerissen. Besonders wenn Großbarsche unterwegs sind, ein unvergessliches Erlebnis.

Der Barschspuk ist aber nach etwa 15 bis 20 Minuten vorbei und die Fische tauchen ab. Auch die Zander haben sich bereits eine Etage nach unten verabschiedet und sind nun auf tiefer liegenden Plateaus zu finden. Dort lassen sie sich mit etwas Geduld sehr effektiv übern Tag befischen.

Da das Wasser aber noch warm ist, beginnt ihre richtige Fresszeit allerdings erst mit dem Einbruch der Dunkelheit. Besonders in klaren Gewässern, wo tagsüber zu viel Licht für die empfindlichen Glaßaugen einfällt. Wer ausharrt und im Dunklen flache Strände oder auch Steilufer, ganz dicht unter Land befischt, kann mit Glück einen ziehenden Zander stellen und wie aus dem Nichts einen anständigen Einschlag auf einen Wobbler oder einen flott geführten Gummifisch kassieren.

Solange es nachts noch mild bleibt, werden die Zander im See auch noch sehr flach ziehen. Also ran an den Speck bevor es kälter wird und sie sich ins Tiefe verziehen.

Über den Autor

Sebastian Hänel

Sebastian Hänel ist Redaktionsmitarbeiter bei den Fachmagazinen FISCH & FANG und DER RAUBFISCH. 1984 im beschaulichen Westerzgebirge geboren, kam Sebastian mit 12 Jahren zum Angeln. Heute gibt der gelernte Forstwirt in spannenden Vorträgen auf Fachmessen und Seminaren Einblicke in seine Welt des Zanderangelns. Im Blog der FISCH & ANGEL schreibt Sebastian über seine Praxiserfahrungen und gibt wertvolle Tipps.

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