Angeln nach „Xaver“

Stürmische Zeiten! Erst hatte Ende November die Gruppe um unseren Freund und Wallerspezialisten Stefan Seuss bei einer 4-Tagestour zwei Tage Windausfall. Trotzdem konnte er schöne Hechte fangen, wenn auch vom Ufer aus: 14 Stück, darunter drei über einen Meter. Dies zeigt, dass man auch bei Wind auf Rügen noch Fische fangen kann. Das klappt natürlich nicht immer und wir werden auch nicht gleich unsere Boote verkaufen.

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Zwischenzeitlich stabilisierten sich die Fänge und wir hatten Tage dabei, wo es richtig gut lief und wir bis zu 57 Hechte pro Boot, darunter mehrere Meterfische, fangen konnten. Doch leider hielt das Glück nicht lange. Am letzten Wochenende hatten wir mit Orkan „Xaver“, den stärksten Sturm der letzten Jahre. Insbesondere die Tatsache das wir 46 Stunden Windstärke 12 im Mittel und Böen bis 167 km/h hatten, ist nahezu einmalig. Zum Glück hielten sich die Schäden in Grenzen. Kurz vor dem Sturm waren wir noch ein paar Stunden mit einer schwedischen Gruppe auf dem Wasser und konnten immerhin noch ein paar Hechte bis 117 cm fangen.

Die Bedingungen nach dem Sturm waren nicht optimal (Treibkraut, trübes Wasser, viel Salzwasser nach Wasserstandschwankungen von über 2m) und so lauerte der persönliche Schneider auf so manchen. Insgesamt wurde aber noch schöne Fische bis 120 cm gefangen und das beste Boot hatte 15 Fische an Bord. In den nächsten Tagen wird das Wetter deutlich besser und wir hoffen das die Fänge ebenso stabiler werden.

Die Vorzeichen für die Lachs- und Meerforellensaison sind ebenfalls gut und so darf man auf den 15. Dezember gespannt sein. So ein Hochdruckgebiet mit seinem Zentrum südöstlich von uns, wodurch wir in warme Strömungen geraden, hat man nicht so oft um diese Jahreszeit, wollen wir hoffen das es sich lange hält.

Über den Autor

Mathias Fuhrmann

Mathias Fuhrmann ist freier Journalist und Teil des Teams Bodden-Angeln, das Angelreisen rund um die Insel Rügen anbietet. Als Guide ist er ungefähr 100 Tage im Jahr auf den Gewässern rund um Rügen unterwegs. Er genießt auch heute noch jeden Tag, an dem es auf See geht und die Jagd auf den anspruchsvollen Gewässern beginnt. Erfolg und Misserfolg wechseln sich ab, die Freude bei einem Gast zu sehen, der seinen Traum erfüllt hat, ist für ihn etwas einzigartiges und die beste Motivation. Mathias ist außerdem fester freier Mitarbeiter im Verlag Paul Parey, der die Fachmagazine FISCH & FANG und DER RAUBFISCH herausgibt. Zahlreiche Touren führten in nach Norwegen, wo er Heilbutt, Dorsch und Co hinterherjagte. Fernreisen gab es auch, z.B. nach Kanada zum Thunfischangeln, welches ein unbeschreibliches Erlebnis war, wie er sagt.

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